Beratungshilfe

In Deutschland gibt es die Möglichkeit, nach dem Beratungshilfegesetz die sogenannte Beratungshilfe in Anspruch zu nehmen. Das setzt voraus, dass man die Kosten eines Rechtsanwaltes für vorgerichtliche Tätigkeiten aus seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen nicht aufbringen kann oder andere Möglichkeiten für eine Hilfe nicht zur Verfügung stehen oder zuzumuten sind.

Wenn Sie in dieser Situation sind, können Sie sich einen "Beratungshilfeschein" ausstellen lassen. Dazu müssen Sie zu dem Amtsgericht Ihres Wohnsitzes gehen. Dort ist der Rechtspfleger für Ihren Antrag auf Ausstellung eines Beratungshilfescheines zuständig. Bitte nehmen Sie zu dem Gericht Ihren Personalausweis, Unterlagen, die Ihr Rechtsproblem belegen, sowie sämtliche Unterlagen Ihrer Ein- und Ausgaben mit, zum Beispiel Ihren Verdienstnachweis, ALG II-Bescheid, Mietvertrag und so weiter. Wenn Ihnen ein Beratungshilfeschein ausgestellt wurde, bringen Sie diesen zu Ihrer Erstberatung bitte mit in die Kanzlei. Hier entrichten Sie an den Rechtsanwalt ledigich eine Gebühr von 10 Euro; im Übrigen rechnet der Anwalt für seine vorgerichtliche Tätigkeit mit der Staatskasse ab. Bitte beachten Sie, dass in strafrechtlichen Angelegenheiten sowie bei Problemen im Zusammenhang mit Ordnungswidrigkeiten nur eine Beratungshilfe für eine Erstberatung gewährt werden kann.

 

(Stand September 2013; Gesetzesänderung steht 2014 an.)

 

 

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© Kerstin Bockmayer-Neumann